Eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) betrifft etwa 5-10% aller Schulkinder. Je früher sie erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten einer gezielten Förderung. Diese 7 Warnsignale sollten Sie kennen.
WICHTIG ZU WISSEN
Eine LRS hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun! Betroffene Kinder sind oft sogar überdurchschnittlich intelligent, haben aber Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Schriftsprache.
DIE 7 WARNSIGNALE
PROBLEME BEIM LESEN LERNEN
Das Kind hat große Mühe, Buchstaben zu Wörtern zusammenzuziehen. Es liest sehr langsam, stockend und verliert häufig die Zeile. Selbst einfache Wörter werden wiederholt falsch gelesen.
VIELE RECHTSCHREIBFEHLER
Dasselbe Wort wird unterschiedlich geschrieben, auch nach mehrmaligem Üben. Typische Fehler sind Buchstabendreher (b/d, p/q) oder das Vertauschen von Reihenfolgen (Blumenstrauß statt Blumensrauß).
VERWECHSLUNG ÄHNLICHER BUCHSTABEN
Buchstaben wie b und d, p und q oder m und n werden häufig verwechselt. Auch ähnlich klingende Laute wie g/k, d/t oder f/w bereiten Schwierigkeiten.
PROBLEME MIT DER REIHENFOLGE
Buchstaben werden ausgelassen, verdreht oder hinzugefügt. Aus 'Blume' wird 'Bulme' oder 'Blmue'. Das Kind hat Mühe, die richtige Buchstabenfolge zu erkennen und zu reproduzieren.
GERINGE LESEGESCHWINDIGKEIT
Das Lesen dauert unverhältnismäßig lange und strengt das Kind sehr an. Oft wird der Inhalt nicht verstanden, weil die Konzentration auf das Entziffern der Buchstaben verwendet wird.
VERMEIDUNGSVERHALTEN
Das Kind vermeidet Lese- und Schreibaufgaben, reagiert mit Unlust oder Verweigerung. Es entwickelt Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen vor der Schule. Die Hausaufgaben führen regelmäßig zu Konflikten.
DISKREPANZ ZU ANDEREN LEISTUNGEN
In anderen Schulfächern wie Mathematik oder Sachkunde zeigt das Kind gute bis sehr gute Leistungen. Nur im Bereich Lesen und Schreiben fallen die Noten deutlich ab.
WAS KÖNNEN SIE TUN?
Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Kind beobachten, sollten Sie nicht zu lange warten. Eine professionelle Diagnostik beim Kinder- und Jugendpsychiater oder einem Schulpsychologen kann Klarheit schaffen.